Nicolas J. Strauß
Buchhalter | DJ | Model
Allgemeines
- Geburtsdatum: 29. Januar 2000
- Steuerfachangestellter - seit 2021
Mein Leben ist eine Mischung aus Excel, Exzess und Existenzkrise
FAQ
- Bist du wirklich Buchhalter, DJ und Model?
Leider ja. Meine Eltern wollten Sicherheit, ich wollte Bass, das Internet wollte Fotos.
- Was machst du hauptberuflich?
Ich mache Fehler – steuerlich, musikalisch und ästhetisch.
- Wie bist du Model geworden?
Ein Missverständnis, das eskaliert ist.
- Wie passt die Kombination Buchhalter | DJ | Model zusammen?
Auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber alle drei Bereiche haben mit Präzision, Auftreten und Timing zu tun – nur in unterschiedlichen Kontexten.
- Was machst du beruflich hauptsächlich?
Ich arbeite im Bereich Buchhaltung und nutze kreative Projekte wie DJing und Modeln als Ausgleich und Erweiterung meines kreativen Ausdrucks.
- Wie organisierst du deinen Alltag zwischen Buchhaltung, DJing und Modeln?
Das ist tatsächlich eine Frage, die viel tiefer geht, als sie auf den ersten Blick wirkt, weil sie im Grunde drei völlig unterschiedliche Zeitsysteme miteinander kollidieren lässt, die sich gegenseitig ständig beeinflussen, auch wenn man das im Alltag gar nicht direkt merkt. Ich arbeite in der Buchhaltung meistens mit festen Strukturen, Deadlines und klar definierten Abläufen, was erstmal sehr linear wirkt, aber in der Praxis bedeutet das eigentlich, dass sich jeder Tag schon morgens durch kleine Entscheidungen in eine bestimmte Richtung verschiebt – zum Beispiel, ob ich zuerst E-Mails sortiere oder direkt in Auswertungen gehe, was dann wiederum beeinflusst, wie viel mentale Kapazität später noch für kreative Dinge übrig bleibt. DJing dagegen funktioniert komplett anders, weil es weniger um Zeitplanung als um Energieverläufe geht. Da kann es sein, dass ich eigentlich „nur kurz“ etwas teste und plötzlich zwei Stunden später in einem sehr spezifischen Musikstil hänge, den ich vorher gar nicht geplant hatte, was dann wiederum den restlichen Tagesplan verschiebt, aber auf eine Art, die sich im Moment richtig anfühlt, auch wenn sie objektiv betrachtet wahrscheinlich nicht effizient ist. Modeln ist dann noch einmal ein eigener Bereich, weil dort viel mehr externe Faktoren eine Rolle spielen, wie Shootings, Locations, Lichtverhältnisse und die Tatsache, dass man oft wartet – was paradox ist, weil man gleichzeitig präsent und bereit sein muss, obwohl man eigentlich gerade nichts aktiv tut. Diese Wartezeiten sind übrigens auch der Grund, warum ich angefangen habe, unterwegs sehr viel über andere Dinge nachzudenken, meistens über völlig unzusammenhängende Themen wie Steuerlogik, Musikstruktur oder warum bestimmte Übergänge in Sets besser funktionieren als andere. Unterm Strich ist mein Alltag also weniger ein klassischer „Plan“, sondern eher ein System aus drei parallel laufenden Zuständen, die sich gegenseitig ständig unterbrechen, korrigieren oder inspirieren, und irgendwann hört man auf, das als Chaos zu sehen, sondern akzeptiert es einfach als normale Arbeitsweise. Zumindest meistens.